Finanzielle Allgemeinbildung

Viele Jugendliche und junge Erwachsene verfügen nur über geringe oder gar keine Kenntnisse zu alltäglichen Geld- und Finanzangelegenheiten. Sie setzen sich deshalb zahlreichen Risiken aus - von der unzureichenden Absicherung von Lebensrisiken, der mangelhaften Altersvorsorge bis zur Überschuldung durch den unbedachten Umgang mit Krediten. Der Mangel an notwendigen Kenntnissen in diesem Bereich ist in der heutigen Zeit von besonderer Brisanz, da bereits in relativ frühen Lebensphasen wichtige Finanzfragen zu entscheiden sind.

Die vorliegende Unterrichtseinheit für die Sekundarstufe II vermittelt grundlegende Kenntnisse zu alltäglichen Finanzfragen und bettet diese in den Gesamtrahmen der ökonomischen Bildung ein. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern wichtiges Basiswissen für die Analyse ihrer finanziellen Situation zu vermitteln. Somit geht es im Kern um die Vermittlung von Strukturwissen.

Die Unterrichtseinheit gliedert sich in fünf Komplexe:

  • Komplex 1: Grundlagen
    In diesem Komplex werden grundlegende Sachverhalte und Zusammenhänge dargestellt, die für die inhaltliche Auseinandersetzung in den folgenden Komplexen benötigt werden. Dabei erfolgt u.a. eine Verortung der Finanzentscheidungen der privaten Haushalte im gesamtwirtschaftlichen Prozess.

  • Komplex 2: Haushaltsplanung, Konsum und Zahlungsverkehr
    In einem ersten Konkretisierungsschritt werden die typischen Einkommensquellen und -verwendungsformen behandelt, es geht um Fragen der Finanzplanung sowie die verschiedenen Formen des Zahlungsverkehrs.

  • Komplex 3: Umgang mit Lebensrisiken
    Alle privaten Haushalte müssen sich mit der Absicherung gegen verschiedenste Risiken auseinandersetzen. Hierbei ist es weiterhin wichtig, unterschiedliche Formen von Risiken (in unterschiedlichen Lebensphasen) hinsichtlich ihrer Bedeutung bewerten zu können. Darüber hinaus müssen die zur Verfügung stehenden Versicherungsarten, wie auch die im Zuge des Abschlusses entsprechender Verträge auftretenden Anforderungen bekannt sein, um adäquate Strategien entwickeln zu können.

  • Komplex 4: Umgang mit Krediten und Verschuldung
    Kredite werden in unterschiedlichen Zusammenhängen und mit divergierenden Zielsetzungen eingesetzt. Während sie einerseits die Möglichkeit schaffen, Konsum zeitlich vorzuziehen und insbesondere Investitionen zu tätigen, geht mit ihnen andererseits das Risiko hoher Schuldenanhäufungen einher. Im Falle der Überschuldung stellt sich wiederum die Frage nach effektiven Präventions- bzw. Lösungsstrategien.

  • Komplex 5: Vermögensbildung
    Neben dem Konsumieren ist das Sparen die wesentliche Form der Einkommensverwendung. Abhängig von den Zielsetzungen, persönlichen Rahmenbedingungen und Präferenzen stehen dabei unterschiedliche Formen der Geldanlage zur Verfügung, deren wesentliche Merkmale bekannt sein sollten. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der bei Beratungsgesprächen auftretenden Informationsasymmetrien, zu deren Reduzierung auch staatliche Maßnahmen ergriffen werden. Die Auseinandersetzung mit konkreten Finanzprodukten spielt hierbei keine Rolle.

Die Materialien sind einerseits so konstruiert, dass sie als durchgängige Sequenzen zum Einsatz kommen können. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, abhängig von den Zielsetzungen und der Lerngruppe, nur einzelne Materialien einzusetzen bzw. diese mit anderen Materialien und Schulbüchern zu kombinieren.

Die Unterrichtseinheit Finanzielle Allgemeinbildung wird von der Flossbach von Storch Stiftung gefördert.

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Grafik-Vorlagen zu Komplex 1: Material 10 (S.56):

Komplex 1 : Material 10 "Mindmap"  
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Komplex 1 : Material 10 "Placemat"  
Drucken Sie die Vorlage auf ein DinA3-Blatt - 24 KB

Ergänzende Inhalte zur Unterrichtseinheit:

Banken und Big Data: Auf Schatzsuche  
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Warum die Börse Alphabet/ Google mehr liebt als Apple  
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Börsen-Prognosen:„2016 wird nicht das Jahr der Aktie“  
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Fondsmanagement: Siegeszug der Maschinen  
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Asylsuchende: Der mühsame Weg zum Konto  
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Die schöne neue Welt der Kredite  
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Streit um die Einlagensicherung  
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