Labore wecken Forscherlust
![]() |
|
Foto: PR |
Eine amerikanische Küchenschabe soll Gymnasiasten in Berlin das Biologiestudium näherbringen. Die Schüler untersuchen die Nervenbahnen der für europäische Maßstäbe recht groß geratenen Schabe. Genauer gesagt wird ein Bein des Insekts im Schülerlabor „NatLab“ der Freien Universität (FU) unters Mikroskop gelegt und dient den Schülern der 12. und 13. Klasse als Anschauungsobjekt.
Für die Arbeit mit den Schulklassen wurde an der FU ein ganzes Team von Forschern gewonnen; zu den neurobiologischen kommen elektrochemische Experimente für Gymnasiasten hinzu sowie ein Experimentierprogramm für Grundschüler.
„Wir wollen ein realistisches Bild des Biologie- und Chemiestudiums vermitteln“, sagt die Leiterin des Labors, Petra Skiebe-Corrette. Insgesamt wurden in dem Labor 2006 rund 3.600 Schüler unterrichtet, zwischen zwei und sechs Klassen kommen pro Monat ins NatLab. Damit die Klassen auch etwas davon haben und gut vorbereitet sind, werden die Lehrer vorher geschult.Das Berliner NatLab besteht seit 2002 und ist eines von 220 Schülerlaboren in Deutschland. Alle sind im Netzwerk „Lernort Labor“ zusammengefasst, einer Koordinierungsstelle für Schülerlabore in Kiel, die seit vergangener Woche mit 200.000 Euro im Jahr von der Deutschen Telekom Stiftung gefördert wird. Die Bewegung ist vor elf Jahren entstanden; heute werden 300.000 Schüler und 10.000 Lehrer pro Jahr in Fächern wie Chemie, Physik und Biologie unterrichtet und haben so die Möglichkeit, mit der naturwissenschaftlichen Forschung an Hochschulen in Berührung zu kommen.
Homepage | Kontakt | Impressum
© Handelsblatt
GmbH 2005 - 2007
Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Bitte beachten
Sie auch folgende
Datenschutzerklärung.
Homepage
Unterrichtsmaterial










Informationen

